Welche Öle sind sinnvoll und gut ?!

27.09.2019

Öle und Fette sind eine wichtige Ergänzung in der Tiernahrung. Da der Körper eines Hundes (wie auch der menschliche Organismus) keine ungesättigten Fettsäuren selbst produzieren kann, müssen diese über die Nahrung aufgenommen werden.

Was genau sind Fettsäuren ?

Einfach erklärt:

Gesättigte Fettsäuren spenden Energie

Ungesättigte Fettsäuren sind für den Zellaufbau zuständig

  • Gesättigte Fettsäuren
    Finden wir z.B. in: Butter - Schmalz - Kokosfett
  • Einfach gesättigte Fettsäuren
  • Finden wir z.B. in: Rapsöl und Olivenöl
  • Mehrfach ungesättigte Fettsäuren
    Finden wir z.B. in: Fischöl - Sonnenblumen - Distelöl
  • Essenzielle Fettsäuren
    Finden wir in vielen ungesättigten Fettsäuren!
  • Omega-3-Fettsäuren
    Finden wir überwiegend in Fischöl und Leinöl.

Welche Öle für Ihren Hund sinnvoll sind und welche man meiden sollte, finden Sie hier:


Borretschöl

Bei Hunden mit diversen Hautproblemen wirkt sich das Borretschöl aufgrund seiner extrem hohen Anteile der y-Linolsäure und dreifach ungesättigten Omega-6-Fettsäuren sehr positiv aus.


Distelöl

Obwohl das Distelöl mit etwa 3/4 den höhsten Anteil an Linolsäure, mehrfach ungesättigten Fettsäuren und einem hohen Anteil an Vitamin E versehen ist, kann Distelöl bei Hunden krebsfördernd wirken und sollte daher NICHT verfüttert werden, dies sind die neuesten Erkenntnisse.


Dorschlebertran

Eine tägliche Gabe von Dorschlebertran sollte man nicht praktizieren, da man eine Überdosierung des Vitamin A begünstigen kann vor allem bei zusätzlicher Fütterung von Leber. Es eignet sich als Ergänzung und enthält vielen Omega-3 Fettsäuren auch Vitamin D und Vitamin A.


Erdnussöl

Auch auf das Öl der Erdnüsse sollte verzichtet werden ! Das Erdnussöl kann / soll Auslöser bzw eine Begünstigung für Epilepsie sein. 


Fischöl

Wie das Nachtkerzenöl auch, ist Fischöl aus ökologischem Anbau als Einzelfuttermittelmittel sehr gut geeignet.


Hanföl

Das Hanföl enthält kein THC und ist damit unbedenklich. Gewonnen wird das Öl aus den Samen der Hanfpflanze. Sie enthält ein breites Spektrum an einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren und ist reich an Linolsäure und Alpha-Linolsäure.

Hanföl (kein CBD!) wirkt sich u.a. positiv bei Darmprobleme aus.


Haselnussöl

Haselnussöl als auch Olivenöl enthalten viele einfach ungesättigte Fettsäuren vor allem Ölsäure.


Kürbiskernöl

Das Kürbiskernöl ist sehr reich an Linolsäure, Ölsäure, Selen, sekundäre Pflanzenstoffe und Chlorophyll. Das Öl wirkt vitalisierend und ist reich an Vitaminen.


Kokosöl

Kokosöl ist eine tolle Ergänzung im Futternapf. Es ist ein Allrounder nicht nur für den Einsatz in der Ernährung. Kokosöl enthält Laurinsäure, Capryl- und Caprinsäure. Kokosöl enthält viele Mineralstoffe, Spurenelemente und Aminosäuren wie, Calcium - Magnesium - Phosphor - Kalium - Kupfer - Zink - Tryptophan - Lysin - Phenylalanin und Methionin.

Kokosöl wirkt antiviral, antibakteriell und antimykotisch.


Lachsöl

Mit einem Fettanteil von 13% zählt Lachs zu den Fettfischen. Lachsöl hat ein sehr ausgewogenes Verhältnis der wertvollen Fettsäuren Omega-3 und Omega-6. Lachsöl werden sehr viele positive Eigenschaften zugesprochen.

Lachsöl kann bei regelmäßiger Gabe den Blutfluss verbessern und den Cholesterinspiegel senken. Es ist immunstärkend, fördert den Zellaufbau, lindert Hautreizungen und Allergien der Haut. Gerade bei trockener Haut, Schuppen, Ekzemen der Haut, stumpfem Fell ist Lachsöl einsetzbar. Bei Junghunden wirkt es sich positiv auf die Entwicklung des Gehirns, das Sozialverhalten, der Sehschärfe und die Feinmotorik aus. Bei älteren Hunden ist es bei Arthrose und Arthritis einsetzbar da es  entzündungshemmend die Beschwerden lindern kann. Auch bessert es die kognitiven Fähigkeiten wie die Konzentration als auch das Seh- und Erinnerungsvermögen.


Leinöl

Leinöl hat eine entzündungshemmende und eine antikarzinogene Wirkung. Zudem ist Leinöl sehr gut für die Haut und das Fell. Das Leinöl enthält relativ wenig Vitamin E, dafür die Alpha-Linolensäure und Ölsäure.


Maiskeimöl

Maiskeimöl ist für Hunde aufgrund seiner krebsfördernden Eigenschaft nicht geeignet ist.


Nachtkerzenöl

Nachtkerzenöl wie auch das Fischöl ist ein Einzelfuttermittel für Hunde und Katzen und sollte nur aus Bioanbau kommen. Das Öl wirkt sehr positiv auf die Haut und das Fell.

Olivenöl

Olivenöl kann ohne weiteres an Hunde verfüttert werden, Sie sollten allerdings darauf achten, dass die Qualität hoch ist und Sie nur "Natives Olivenöl extra" wählen. Daneben sollte es schonend gepresst und hergestellt worden sein mit unter 1% freien Fettsäuren. Olivenöl enthält Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente.


Rapsöl

Rapsöl sollte ebenfalls nicht in den Hundenapf. Es fördert häufig Stoffwechselstörungen, Allergien, Tumorzellen und es steht im Raum, dass Rapsöl Epilepsie begünstigen kann.


Sanddornöl

Im Öl des Sanddorn sind viele ungesättigte Fettsäuren und gesättigte Fettsäuren die in einem sehr ausgeglichenen Verhältnis zu Vitamin E - Linolsäure und Alpha-Linolensäure stehen.


Sesamöl

Sesamöl ist ein pflanzliches Öl und ist gut verträglich. Es ist weiterhin in der Lage, Giftstoffe aus dem Fettgewebe zu lösen und wirkt sich zudem sehr positiv auf die Blutfettwerte aus. Unter den Ölen ist es sicher als kleiner Geheimtipp anzusehen, obwohl es einen kleinen Makel hat: Durch seinen relativ hohen Gehalt an Omega-6 Fettsäuren, sollte das Sesamöl nicht täglich in den Ernährungsplan eingebaut werden.


Sojaöl

Auf die Gabe von Sojaöl sollten Sie in jedem Fall verzichten! Sojaöl greift in den Hormonhaushalt ein und kann (selten) starke Allergien auslösen!


Sonnenblumenöl

Auch das Sonnenblumenöl ist für Hunde nicht sonderlich geeignet, da auch dieses Öl bei Hunden Krebs begünstigen kann.


Schwarzkümmelöl

Das Schwarzkümmelöl wirkt entzündungshemmend, reduziert Allergien ist immunstärkend und hat antimikrobielle Eigenschaften. Das Öl ist eines der ältesten und war bereits im alten Ägypten im Einsatz. Bei kleinen Gaben, kann das Öl entgiften und die Leber schützen. In Studien konnte bisher keine Toxizität der Leber festgestellt werden. Eine Überdosierung sollte man dennoch vermeiden.


Traubenkernöl

Generell sollten Trauben nicht an Hunde verfüttert werden, da diese toxisch wirken können. Daher rate ich auch, das Traubenkernöl mit Vorsicht zu genießen und bestenfalls nicht zu verabreichen!


Weizenkeimöl 

Neben Vitamin D - Beta-Carotin - Lecithin - Omega 3 & Omega 6-Fettsäuren ist es das einzige Öl mit dem höchsten Gehalt an Vitamin E (Tocopherolen) - Gehalt. Vitamin E ist ein Antioxidans und schützt die Haut. 

Die Menge sollte gering gehalten werden.