Moro'sche Karottensuppe

05.06.2019

Für Hunde & Katzen bei Durchfall

Im zwanzigsten Jahrhundert setzte der Kinderarzt Ernst Moro erstmals die Karottensuppe als natürliches Antibiotikum bei Durchfallerkrankungen ein.

Durch das sehr lange kochen der Karotten entstehen Zuckermoleküle, sogenannte Oligosaccharide. Diese Oligosaccharide haben eine große Ähnlichkeit mit den Rezeptoren der Darmschleimhaut von Säugetieren. Dadurch heften sich die Keime an die Oligosaccharide anstatt an den Darm und werden ausgeschieden.

Eine einfache und kostengünstige Möglichkeit ist, die Moro'sche Karottensuppe bei kurzfristigen Durchfallerkrankungen oder als Erste Hilfe Maßnahme bei Hunden und Katzen anzuwenden.

 REZEPT

  • 500g (geschälte) klein geschnittene Bio-Karotten
  • 1 Liter Wasser
  • 1-2g Salz
  • Bei Bedarf: Hühnchenfleisch

Kochen Sie die Karotten im Wasser mind. 60-90 Minuten. Nach der Kochzeit pürieren Sie die Karotten mit dem Kochwasser zu einem Brei. Den Karottenbrei füllen Sie mit Wasser auf 1 Liter Gesamtmenge auf und geben zuletzt das Salz (am besten ist Himalayasalz oder anderes hochwertiges Salz OHNE Füllstoffe!) 

Sie können die Moro'sche Karottensuppe super einfrieren (in kleinen Portionen) und haben Sie damit immer zur Hand bei Bedarf. 

Die Suppe bieten Sie bitte in kleineren Portionen mehrmals täglich an.  

Sollten Sie einen mäkeligen Hunde oder Katze haben, können Sie die Moro'sche Karottensuppe auch mit dem Hühnchenfleisch kochen. Die Akzeptanz steigt in der Regel durch das Fleisch. 

Achten Sie bitte darauf KEINE Knochen mit zu kochen, diese können splittern und Schaden anrichten beim Fressen!

Bekommt Ihre Katze die Moro'sche Karottensuppe, sollten Sie immer die Variante mit Hühnchen wählen. Katzen dürfen nicht länger als 24 Stunden ohne tierisches Protein sein, da dies unter Umständen schnell zu einer hepatischen Lipidose führen kann!

Ist der Durchfall wider erwarten nicht binnen 2-max. 3 Tagen besser oder gar vollständig weg bei einem sonst gesunden Tier, sind weitere Symptome dazugekommen, ist Ihr Tier noch ein Welpe/Kitten oder bereits ein Senior, nehmen Sie bitte Kontakt mit Ihrem Tierarzt oder Tierheilpraktiker auf. Hier muss nach der Ursache gesucht und entsprechend behandelt werden.